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Bodman ist einer der ältesten Orte am Bodensee. Auch hier wurden Reste von Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit gefunden. Bodman wird zum ersten Mal beim Geographen von Ravenna als "Rugium Bodungo" genannt. Demnach war Bodman bereits zu Beginn des 6. Jhd. ein fester Platz. Im 9. Jhd. stand in Bodman eine Pfalz der Karolinger die von Ludwig dem Deutschen und Karl dem Dicken genutzt wurde. Der Königsweingarten wurde auf Anordnung von Karl dem Dicken angelegt und mit Reben aus dem Burgund bestückt. 1277 erwarb Johann von Bodman die Kaiserpfalz von König Rudolf von Habsburg. Seit dem ist dieser Besitz im Eigentum der Grafen von Bodman.
Die alte Burg, die auf dem heutigen Frauenberg stand, wurde 1307 durch Blitzschlag zerstört. Nur ein einziger Nachkomme der Familie überlebte das Unglück und stiftete später zum Dank den Platz auf dem die Burg stand dem Kloster Salem. Das Kloster hat auf dem Berg das Klostergebäude mit Wallfahrtskirche errichtet. Die heutige Burgruine auf dem Nachbarberg, Ruine "Alt Bodman", die zweite Burg der Herren von Bodman, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört.
Eine andere berühmte Persönlichkeit ist der in Bodman lebende Bildhauer Peter Lenk (Imperia in Konstanz). Auf einer Freifläche, die unmittelbar an seinen Wohnsitz grenzt, sind zahlreiche Skulpturen aufgestellt. (Internetseite: Peter Lenk).
Ein beliebtes Ausflugsziel in den Sommermonaten ist die Marienschlucht zwischen Bodman und Wallhausen gelegen (Tourentipp: Marienschlucht). Der Weg führt etwas 6 km am Bodenseeufer von Bodman zur Marienschlucht.

Ludwigshafen wird als Sernatingen 1145 erstmals urkundlich erwähnt. 1810 wurde Ludwighafen badisch. Bei der Einweihung des neu ausgebauten Hafens 1826 erhielt dieser vom Großherzog Ludwig von Baden den Namen "Ludwigshafen". Auf Wunsch der Gemeinde wurde der Name kurze Zeit später auf die Gemarkung ausgedehnt und so wurde aus Sernatigen Ludwigshafen. Schon damals erhoffte man sich dadurch bessere Einnahmen durch den Tourismus (s. auch unten "Tourismuskonzept").

Weithin sichtbar, vor allem wenn man Ludwigshafen von der Seeseite betrachtet, hebt sich das Zollhaus ab. Die in Stein gemeißelte Inschrift "Großherzoglich Badisches Hauptzollamt" kündet von der einstigen Bestimmung des Gebäudes.
Ein schönes Ausflugsziel von Ludwigshafen ist der Haldenhof. Ein schöner Weg führt durch Wälder und über Wiesen zum Höhengasthof von dem man eine herrliche Aussicht über den Überlinger See hat.
Internetseite der Gemeinde: Bodman-Ludwigshafen

Schwer zu verstehendes Tourismuskonzept



Das Touristikkonzept der Doppelgemeinde, sofern man überhaupt von einem Konzept sprechen kann, ist schwer zu verstehen. In Bodman findet man ein veraltetes Strandbad mit überhöhten Eintrittspreisen (für das, was an Leistung dem gegenüber steht), einen Spielplatz am Gemeindehafen, der vor sehr, sehr langer Zeit seine besten Tage gesehen hat. Eine große Wiese, auf der mit großen Schildern darauf aufmerksam gemacht wird, dass man hier nicht liegen darf. Vielleicht sollten die Gemeinderäte sich einmal an den Gardasee begeben. Dort scheinen die Gemeinden jedenfalls eine andere Einstellung gegenüber den Touristen zu haben (kostenlose Gemeindestrände).

In den Sommermonaten gibt es zahlreiche, lautstarke Veranstaltungen. Nicht zu verstehen ist dabei die Verlängerung der Sperrstunde: Streiten sich Großstädte wie München, ob man nach 22 Uhr draußen noch bewirten darf, verlängert Bodman-Ludwigshafen die Sperrstunde auf 2 Uhr (morgens!). Glauben Sie nicht, dass sie in der Nacht ruhig schlafen können. Verstehe wer's will...