Neben den im Yacht-Test von 1983 kritisierten Punkten haben sich im Lauf der Jahre natürlich noch einige Schwachstellen gezeigt, die dort nicht erwähnt werden. Teilweise sind es auch "Schwachstellen" die ich persönlich als solche empfinde aber nicht allgemeingültig sind.
Außenborderhalterung
Im Original ist der Raum (Abstand) zu gering. Die Mulde für den Außenborder ist relativ klein. Bei meiner Dufour war deshalb diese Halterung etwas tiefer was aber wiederum zu einem längeren Hebel (größere Kräfte auf das GFK-Laminat) führt. Eine Verstärkung, wie durch Unterfütterung mittels Metallschienen, ist sicher kein Fehler.
Ruder
Das Ruder ist bei der Originalversion nicht höhenverstellbar. Ein großer Vorteil der Dufour ist der geringe Tiefgang von nur 0,35 Meter. Diesen kann man jedoch nur gut ausspielen, wenn auch das Ruder höhenverstellbar ist.
Manche Eigner haben das Ruder in seiner Edelstahlhalterung vertikal verstellbar gemacht. Dies bewirkt jedoch auch, dass wenn man das Ruder hochnimmt, die im Wasser wirksame Ruderfläche deutlich verkleinert wird.
Meine Idee ist ein Schwenkruder zu bauen, wie es inzwischen z.B. von Jeneau für die SUN 2000 gemacht wird. Dabei würde ich die Länge (wirksame Fläche) größer machen. In einem Forum hat mir ein Schiffsbauingenieur einmal ausgerechnet, dass die Fläche auch etwas größer sein dürfte.
Schwert
Von einem Bekannten, der sich ebenfalls in 2006 eine gebrauchte Dufour T6 gekauft hatte, habe ich von einem ausgeschlagenen Lager der Schwertaufhängung gehört. Allerdings ist dieses Lager relativ einfach auszutauschen. Bei meinem Lager stellte ich keine Probleme fest. Der Ein- und Ausbau ist übrigens sehr einfach.
Mastfuß
Der Mastfuß der Dufour T6 ist (wie bei vielen Booten) aus Aluminium-Druckguss. Wahrscheinlich aufgrund des niedrigen Sockels wird die Halterung gerne beschädigt. Bei meinem Mastfuß ist lediglich eine Bohrung angerissen. Bei einem Bekannten habe ich jedoch einen ziemlich demolierten Mastfuß gesehen. Beim Gebrauchtbootkauf sollte man darauf achten, da dies nicht geraden ein Teil ist, das man schnell einmal nachbauen kann.