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Schwenkkiel First 235



Beneteau bietet verschiedene Modelle mit Schwenkkiel. Bekannt sind z.B. die First Class 7, First Class 8, First 210, First 211, First 24 und die First 235. Bei allen ist der Schwenkkiel-Mechanismus ziemlich identisch.

Es gibt aber auch, besonders bei der First 210 und bei der First 211 Unterschiede, die unbedingt beachtet werden müssen. Gute Informationen zur First 210 und First 211 bietet die amerikanische Internetseite first210.org.

Je nach Gewässer ist es mehr oder weniger oft notwendig, den Schwenkkiel-Mechanismus zu prüfen. Das geht eigentlich nur, wenn man ihn ausbaut. Bei den meisten Modellen kann der Mechanismus nur bei heruntergelassenem Schwert ausgebaut werden.

Hier die Beschreibung beispielhaft für die First 235:

Schwenkkiel ganz (wirklich ganz) nach unten kurbeln. Dann die Schraube am Schwert lösen und herausnehmen. Das geht am besten an einem Kran für gute Taucher sicher auch im Wasser. Jetzt kann man innen den weißen Nylonblock lösen, der mit zwei Schrauben auf dem "Schwertkasten" befestigt ist. Eigentlich ist es kein Schwertkasten im eigentlichen Sinn: Dieser Kasten nimmt nur die Kurbel auf, aber nicht den Schwenkkiel (bzw. nur einen kleinen Teil). Jetzt kann man die Kurbel nach oben herausnehmen.

 Die Zeichnung rechts oben (Gezeichnet von Segeln-Forum-Mitglied FirstClass8) zeigt noch einmal gut die Konstruktion.

Kritisch scheint vor allem die Messingmutter zu sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese zu sichern. Entweder mit einem entsprechendem Kleber (z.B. Loctite 243) oder mit einer kleinen Schraube die man durch die Messingmutter anbringt. Das zweite Foto von oben zeigt wie die Schraube nach oben in den Rumpf geht. Die Gefahr, dass sich die Messingmutter heraus dreht, besteht beim Hochkurbeln des Schwenkkiel (Rechtsgewinde). Teilweise habe ich auf Bildern gesehen, dass das Gewinde regelrecht heraus geschnitten wurde.

Eine andere Schwachstelle, ist konstruktionsbedingt der Nylonblock. Er bricht gerne in der Mitte. Das wirkt sich zwar nicht direkt störend aus, ist aber nicht schön. Leider ist dieser als Ersatzteil sehr teuer (ca. 140 Euro). Ich habe deshalb den Block unten mit einer dünnen Edelstahlplatte verstärkt und verschraubt. Der Nylonblock, mit dem daraufsitzenden Nylonkegel, hat nur die Funktion die Winkelunterschiede auszugleichen, die sich beim Hoch- und Herunterkurbeln des Kiels ergeben.

Die Drehung wird durch ein Kugellager aufgenommen. Das kann manchmal (Salzwasser) auch zerstört sein und muss dann getauscht werden. Ich denke aber, dass man das rechtzeitig durch entsprechende Geräusche registriert.

Vor dem Einbau können alle Teile natürlich etwas Fett  vertragen. Ich habe mich für Winschenfett entschieden, da es nach meinem Gefühl den Anforderungen am nächsten kommt. Manche geben jedes Jahr ein paar Tropfen Bioöl von oben in die Stecknuss. Wie auf der Skizze zu erkennen, geht das Öl dann die Spindel hinunter.

Nächsten Winter werde ich einmal den Kiel komplett ausbauen, um in dann sandzustrahlen und neu zu lackieren.