Mein-Bodensee

Das Urlaubsziel im Südwesten

Mein-Bodensee

Lackierung Freibord

Oben: Freibord mit 2-Komponenten Epoxy Primer
Mitte: Der 2-Komponenten-Bootslack (RAL 5013) wurde mit der Schaumrolle aufgetragen.
Unten: Die fertige Lackierung - leider nicht ganz zu meiner Zufriedenheit

Sicher kann man darüber diskutieren, ob das nötig gewesen wäre. Es gab einige Stellen, an denen das Gelcoat vom Vorbesitzer ausgebessert war. Nach dem Entfernen des Motorspiegels, entdeckte ich darunter ebenfalls einige kleine Haarrisse im Gelcoat. Da ich das Deck neu gemacht hatte und das Unterwasserschiff ebenfalls neu machte, wollte ich auch das Freibord neu machen.

Nachdem der 2-Komponenten Epoxyprimer aufgetragen war, und dieser nun noch geschliffen werden sollte, gab der Excenterschleifer auf. Gerade drei Monate alt, war das alles wohl zuviel für einen Bosch. Zum Glück ging das noch auf Garantie. Von einem Freund bekam ich einen Festo RO150 ausgeliehen - auch ein nettes Gerät.

Wie beim Deck habe ich mich auch beim Freibord für Produkte der Firma epiform entschlossen.  Die zwei Schichten Primer wurden nach dem Aushärten erst einmal schön glatt geschliffen. Darauf kamen dann drei Anstriche 2-Komponenten-Lack. Die Applikation erfolgte, wie beim Deck, mit Schaumrollen. Problematisch waren jetzt die Temperaturen von über 25 Grad.

Der 2-Komponenten-Lack zieht dann, trotz der Zugabe von ca. 10% Verdünner, zu schnell an. Die Verlaufseigenschaften sind nicht mehr so gut. Das erklärt wahrscheinlich die leichten Wellen der Oberfläche. Ich hätte noch Material für zwei Anstriche gehabt. Doch habe ich mich dann dazu entschlossen, das Material für den Winter aufzuheben. Das Freibord ist relativ schnell angeschliffen. In drei Stunden ist man fertig. Dann kann das nächste Mal direkt darüber lackiert werden.

Einen Wasserpass habe ich aus diesem Grund jetzt bewusst nicht gemacht.

Die Arbeit mit 2-Komponenten-Lack fand ich übrigens nicht so dramatisch. In manchen Foren wird immer geschrieben, dass diese nicht so einfach zu verarbeiten wären. Wenn das Gebinde die Grösse hat, die man verbraucht, dann sind Lack und Härter in der Menge aufeinander abgestimmt. Die Lackdose ist so groß bemessen, dass man den Härter einfach hinein schütten kann. Schön umrühren natürlich und am besten noch umtopfen (in ein anderes Gefäss geben). Dem Lack gab ich noch einen Antischaum-Zusatz bei. Das bietet dieser Hersteller speziell an. Ich denke das war eine gute Entscheidung - denn ich hatte nie mit Bläschen ein Problem, was sonst den Schaumstoffrollen ja gerne nachgesagt wird.

Wenn man eine Teilmenge des Gebindes verabeiten muss, sollte man einfach eine digitale Haushaltswaage zum abwiegen verwenden. Hilfreich ist es, schon vorher auf einem Zettel aufschreiben, wieviel Härter, Verdünner und Antischaum-Zusatz dem Lack zuzugeben sind.