


Die Dufour T6 hat ein profiliertes Schwert aus GFK. Das Gewicht des Schwert beträgt ca. 20 kg. Als aufrichtendes Moment hat die Dufour T6 ca. 300 kg Gusseisen im Rumpf.
Meine Dufour T6 ist Baujahr 1982 und ich habe sie in 2006 gebraucht gekauft. Nach 24 Jahren war es einmal Zeit, das Unterwasserschiff gründlich zu sanieren.
Den Rumpfbalast erkennt man in der Regel eindeutig. Bei der Original-Dufour waren die Übergänge nicht sonderlich geglättet. Man sieht also gleich, wo das GFK aufhört und das Gusseisen anfängt.
Der Übergang ist durch eine 5 - 6 Millimeter breite Fuge gekennzeichnet. Diese Fuge wurde im Original mit Faserspachtel gefüllt. Diese Fuge gilt es nun neu zu machen. Dazu muss diese (am Besten mit einem Schraubendreher) heraus gespitzt werden. Dabei vorsichtig agieren. Den bereits zersetzten (angegriffenen) Faserpachtel erkennt man gut an der rötlich-braunen Tönung. Guter, nicht durchnässter Spachtel ist cremefarben.
Aufpassen muss man beim Übergang in Richtung Schwertkasten. Die Fuge setzt sich nämlich innerhalb vom Schwertkasten fort. Wenn man nun von der Seite spitzt, entfernt man unweigerlich ein Stück von diesem Übergang. Ohne das Schwert auszubauen kommt man jedoch kaum richtig an diese Fuge. Also: entweder Schwert ausbauen und diese Fuge auch neu machen, oder am Übergang sehr vorsichtig spitzen.
Auf dem Bild sieht man die freigelegte Fuge. Nachdem man alles freigelegt hat wird die Fuge neu mit Faserspachtel abgedichtet. Dann abschleifen und mit Feinspachtel den Übergang abgleichen.
Wenn man dann gerade dabei ist, wird man das komplette Unterwasserschiff machen. Das alte Antifouling muss herunter. Das ist eine mühsame Arbeit. Schleifen kann bzw. soll man das nicht (giftiger Staub). Abbeizmittel scheinen auch nicht immer gut zu wirken. So bleiben zwei Möglichkeiten: Abstrahlen (es gibt spezielle Firmen die so etwas anbieten) oder selbst mit dem Farbschaber. Ich habe mich für die zweite Variante entschieden. Es ist und bleibt eine sehr mühsame Arbeit.
Nachdem das Antifouling abgeschabt war, schleifte ich die darunter liegende Grundierung ebenfalls ab. Ich wusste nicht, von welchem Hersteller das Produkt und was für ein Produkt es war (1-K/2-K). Die unterschiedlichen Materialien vertragen sich nicht immer. Das Risiko, noch einmal alles neu machen zu müssen, war mir einfach zu groß.
Den Neuaufbau machte ich dann mit VC-TAR2 und VC-17M. Das kupferhaltige Teflon-Antifouling ist am Bodensee immer noch das verbreiteste Antifouling und scheint am besten zu funktionieren. Überlegungen, ein anderes Antifouling zu verwenden, warf ich deshalb über Bord. Insgesamt kamen vier Schichten VC-TAR2 und zwei Schichten VC-17M drauf.